Büchse
Kugelgewehr mit einem oder mehreren gezogenen Läufen. Kategorie B (Selbstladebüchsen); Kategorie C (Repetierbüchsen, Kipplaufbüchsen)
Flinte
Schrotgewehr mit einem oder mehreren glatten Läufen. Kategorie A (Pumpgun); Kategorie B (Selbstladeflinte, Repetierflinte); Kategorie D (alle anderen ein- oder mehrläufigen Schrotgewehre)
Kombinierte Waffen (Kategorie C)
Jagdgewehre mit mehreren Schrot- und Büchsenläufen nebeneinander oder übereinander oder als Drilling angeordnet.
Selbstladebüchse (Kategorie B)
Eine Büchse deren Ladevorgang automatisch erfolgt. Das einmalige Betätigen des Abzuges löst einen Schuss aus. (Nicht zu verwechseln mit dem militärisch verwendeten vollautomatisch funktionierenden Waffen, die mit dem einmaligen Betätigen des Abzuges mehrere Schüsse abgeben!)
Selbstladeflinte (Kategorie B)
Eine Selbstladeflinte der Kategorie B, die ebenfalls automatisch nachladet. Die Funktion gleicht jener der Selbstladebüchse.
Repetierflinte (Kategorie B)
Flinte mit Zylinderverschluss und meist mit 2-schüssigem Kastenmagazin
Faustfeuerwaffen (Kategorie B)
Schusswaffen / Feuerwaffen, mit einer Gesamtlänge von höchstens 60 cm. (Pistolen und Revolver)
Pistole (Kategorie B)
Faustfeuerwaffe meist mit einem Magazin. Der Ladevorgang erfolgt wie bei der Selbstladebüchse.
Revolver (Kategorie B)
Faustfeuerwaffe mit einer Trommel.
Lauf
Jener Teil der Waffe durch den die Schussabgabe erfolgt. Er enthält die Bohrung und das Patronenlager (nur bei Revolver ist dieses getrennt vom Lauf in der Trommel) Er besteht aus hochwertigem Stahl. Bei Büchsen und Faustfeuerwaffen ist er mit einem Drall versehen.
Schaft
Bei Langwaffen / Gewehren ist es jener, meist aus Holz, neuerdings auch manchmal aus Kunststoff gefertigte Teil, der an der Schulter angelegt die Verbindung zwischen dem Schützen und der Waffe darstellt.
Verschluss
Jener Teil der Feuerwaffe, der das Patronenlager nach hinten abschließt, die Waffe verriegelt und so eine sichere Verwendung gewährleistet.
Schloss
Mechanik, die der Auslösung des Schusses dient. Es besteht unter anderem aus Abzug, Abzugstange, Schlagstück, Schlagfeder und dem Schlagbolzen.
Griffstück
Bei Faustfeuerwaffen wird jener Teil als Griffstück bezeichnet, den man in der Hand hält und der bei der Pistole den Schlitten, beim Revolver die Trommel trägt.
Schlitten
Verschlussstück von Pistolen. Der Lauf wird meist vom Schlitten umschlossen.
Trommel
Drehbarer Teil bei Revolvern, der die Bohrung zur Aufnahme der Patronen (Patronenlager) enthält.
Magazin
Bei Repetiergewehren meist unter dem Verschluss, manchmal auch als Rohr unter dem Lauf oder im Schaft. Bei Pistolen im Griffstück.
Hahn
Bei alten Jagdwaffen zum Spannen der Schlosse. Bei Faustfeuerwaffen, besonders bei Revolvern üblich. Der Hahn kann dabei - je nach Funktion der Waffe - mit dem Daumen (Single Action) oder mit dem Abzug (Double Action) gespannt werden.
Abzug
Dient der Schussauslösung. Bei Jagdbüchsen manchmal mit einer Abzugserleichterung (Stecher) ausgestattet. Bei Faustfeuerwaffen dient er manchmal auch zum Spannen des Hahnes (Double Action).
Single Action
So wird bei Faustfeuerwaffen jene Funktionsweise bezeichnet, bei der der Hahn bei jedem Schuss mit der Hand gespannt wird.
Double Action
Ist die Funktionsweise bei Faustfeuerwaffen, bei welcher mit dem Durchziehen des Abzuges zunächst das Schloss bzw. der Hahn gespannt und unmittelbar darauf der Schuss ausgelöst wird.
Sicherung
Die einzig wirklich 100%ige Sicherung ist die entladene Waffe. Von der Wirkung her ist eine Sicherung umso wirksamer, je näher an der Zündung sie einwirkt. Im Idealfall wird der Schlagbolzen unmittelbar arretiert. Wird nur der Abzug blockiert, kann eine Waffe unter Umständen trotz betätigter Sicherung losgehen.
Visier
Einrichtung zur Zielerfassung. Es gibt sowohl die so genannte offene Visierung, bestehend aus Kimme und Korn, als auch optische Visiereinrichtungen (Zielfernrohre und Zielgeräte). Aufgrund der Haltung beim Schießen mit Faustfeuerwaffen muss der Augenabstand bei solchen Waffen entsprechend größer sein.
Kaliber
Der Laufdurchmesser (innen gemessen) wird als Kaliber im engeren Sinn bezeichnet.
Büchsenkaliber
Zwei verschiedene Systeme werden für die Bezeichnung von Büchsenkalibern verwendet. Einerseits das metrische System, bei welchem das Kaliber und die Hülsenlänge angegeben ist (z.B. 7x64, 5,6x57), anderseits das amerikanische System, bei welchem das Kaliber in Zoll angegeben und durch einen kurzen Zusatz unverwechselbar definiert wird (z.B. 308 Winchester, .223 Remington, .243 Winchester).
Faustfeuerwaffenkaliber
Ähnlich wie bei den Büchsenpatronen gibt es wieder metrische (z.B. 6,35 mm, 7,65 mm, 9 mm kurz, 9 mm Para) und amerikanische (z.B.380 Auto, .38 special, .357 Magnum, .45 ACP) Bezeichnungen.
Schrotkaliber
Drei gängige Kaliberbezeichnungen (12, 16, 20) und vier seltenere Kaliber haben historischen Ursprung. Das Kaliber mit der niedrigsten Zahl ist das größte.
Geschosse
Für Büchsen- und Faustfeuerwaffenpatronen werden entweder Blei- oder Mantelgeschosse verwendet. Mantelgeschoße bestehen aus Blei das von einem Mantel aus einem härteren Material umschlossen ist. Ist dieser Mantel vorne geöffnet spricht man von einem Teilmantelgeschoß, ist er vorne geschlossen bezeichnet man dies als Vollmantelgeschoß.
Beschuss
Um die Sicherheit des Schützen zu gewährleisten ist jede Waffe vom staatlichen Beschussamt einzeln überprüft. Die Beschussprüfungen mancher Länder werden in Österreich anerkannt (CIP - Mitgliedsstaaten) manche importierte Waffen müssen in Österreich oder in einem CIP - Land überprüft werden (z.B. Waffen aus den USA). Auch Munition wird stichprobenweise überprüft und muss daher ein entsprechendes Prüfzeichen tragen.
Gefahrenbereiche
Ein besonders wichtiger Punkt ist das Wissen um Gefahrenbereiche der einzelnen Waffen.
Kleinkaliberwaffen (.22 lr.) können bis zu einer Schussentfernung von 1.500 Metern tödlich wirken.
Bei Faustfeuerwaffen ist dieselbe Entfernung anzunehmen.
Kugelgewehre haben einen Gefahrenbereich von bis zu 5 Kilometern!
Schrotgewehre, je nach Größe der verwendeten Schrote, 250 bis 400 Metern (2,5 mm Schrote sind bis zu 250 Meter lebensgefährlich)
Zerlegen
Das Zerlegen einer Waffe kann und soll bis zu einem gewissen Grad der Schütze selbst durchführen. Das notwendige Reinigen ist meist nur nach dem teilweisen Zerlegen möglich. Das Öffnen von Schlossen und anderen komplizierten Teilen sollte allerdings dem Fachmann vorbehalten bleiben. Weniger die Schwierigkeiten beim Widerzusammenbau als mögliche Sicherheitsprobleme sollten zur Vorsicht mahnen.
Reinigen
Eine Waffe ist ein technisches Präzisionsgerät, das entsprechend gewartet, gepflegt und natürlich auch gereinigt werden soll. Es ist daher wichtig, sich mit den entsprechenden Maßnahmen vertraut zu machen. Vieles an der sorgfältigen Reinigung mag Philosophie sein, vieles ist aber unbedingt notwendig.Nach der Verwendung sollten Lauf und bewegte Teile geölt werden, Pulverschmauch und Geschoßablagerungen müssen entfernt werden.
Vor dem Schießen hat der Lauf unbedingt von Öl befreit und getrocknet zu werden.
Verhalten bei Störungen
Hier geht es nicht so sehr um Fehlschüsse oder Versager sondern um jene Störungen, die für den Schützen selbst, aber auch für andere in der Nähe stehende, gefährlich sein können. Ein Versager beispielsweise kann die Gefahr entstehen lassen, dass auf ein im Lauf befindliches Geschoß "draufgeschossen" wird. Die Folgen können verheerend sein!
Ein Versager kann aber auch die Aufmerksamkeit vom Ladezustand der Waffe ablenken. Es gilt allerhöchste Vorsicht. Gefährlich ist auch ganz allgemein die Einstellung der Empfindlichkeit des Abzuges. Ein zu leicht eingestellter Abzug kann dazu führen, dass sich ein Schuss ungewollt löst.
Zubehör
Dieser Punkt ist nahezu unerschöpflich, daher sollen nur drei Beispiele angeführt werden:
Gehörschutz: Die Verwendung einer großkalibrigen Feuerwaffe auf einem Schießstand, ganz besonders in einem geschlossenen Raum ohne Gehörschutz kann bleibende Gehörschäden bewirken. Ein bequemer Kapselgehörschutz ist bedeutend wirksamer und sollte daher Gehörstoppeln vorgezogen werden.
Schutzbrille: Vor allem um Augenverletzungen durch ausgeworfene Patronenhülsen zu verhindern, sollen Waffen auf Schießständen ausschließlich mit entsprechenden Schutzbrillen verwendet werden.
Koffer oder Tasche: Ist aus gesetzlichen Gründen zum Transport unbedingt erforderlich. Das Behältnis muss nicht versperrbar, wohl aber geschlossen sein.
Holster: Wer die Absicht hat, eine Faustfeuerwaffe am Körper zu tragen (in der Wohnung, im Büro oder innerhalb des eingefriedeten Grundstückes ist dies auch mir einer Waffenbesitzkarte erlaubt) wird eine entsprechende Tragevorrichtung brauchen.
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